BdV-Präsidium bei Bundeskanzlerin Angela Merkel

Meinungsaustausch über zentrale Anliegen der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten

Das BdV-Präsidium mit der Bundeskanzlerin (v.l.n.r.): Dr. Maria Werthan, Stephan Grigat, Siegbert Ortmann, Christian Knauer, Dr. Angela Merkel, Albrecht Schläger, Dr. Bernd Fabritius, Klaus Schuck, Stephan Rauhut, Reinfried Vogler, Waldemar Eisenbraun, Milan Horáček, Raimund Haser (Foto: Bundesregierung, Sandra Steins)

 

Am 13. Februar 2017 empfing Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel MdB das Präsidium des Bundes der Vertriebenen zu einem einstündigen Gespräch im Bundeskanzleramt in Berlin. Dabei ging es der Bundes­kanzlerin darum, die Mitglieder des im Dezember 2016 neu gewählten Gremiums kennenzulernen und den Meinungsaustausch über die zentralen Anliegen der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten fortzusetzen.

Im Zentrum des Treffens standen daher etwa Themen wie das Risiko der Altersarmut bei Spätaussiedlern, die Kulturförderung nach § 96 des Bundesvertriebenen- und Flüchtlingsgesetzes (BVFG), das verständi­gungspolitische Engagement der deutschen Heimatvertriebenen und ihrer Verbände sowie die Situation der deutschen Minderheiten in den Heimat- und Herkunftsgebieten.

Bundeskanzlerin Merkel berichtete von ihren Gesprächen mit den deutschen Minderheiten, insbesondere in Polen, und betonte die identitätsstiftende Wirkung des muttersprachlichen Spracherwerbs und deren Förderung.

BdV-Präsident Dr. Bernd Fabritius MdB dankte der Bundeskanzlerin für die bisherige Unterstützung der berechtigten Anliegen, insbesondere bei der Entschädigung ziviler deutscher Zwangsarbeiter, beim bundes­weiten Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung sowie beim Aufbau der Bundesstiftung „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“. Im Hinblick auf die im letzten Jahr vorgestellte, neue Regierungs­konzep­tion für die Kulturarbeit nach § 96 BVFG lobte Fabritius deren parti­zipativen Ansatz und warb dafür, die Organisationen der Heimat­vertriebenen und Spätaussiedler noch intensiver einzubinden, um zum einen die Kulturarbeit vor Ort und zum anderen deren wissenschaft­liche Aufarbeitung zu stärken. Gleichzeitig bat er um Unterstützung der Heimatvertriebenen in Wahrnehmung der Brückenfunktion zu ihren Herkunftsgebieten.

Am Ende des in positiver Atmosphäre geführten Gespräches stand der beiderseitige Wunsch, den Dialog auch zukünftig fortzuführen.

 

Marc-P. Halatsch

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